Zukunftsvergessenes Deutschland
Zukunftsvergessenes Deutschland – keine Schlagzeile, sondern Realität. Wir leben in einer “Jetztgesellschaft” und einer “Dagegengesellschaft”. Fun, Spaß und “Geiz ist geil” der jüngeren Generation läuft im Gleichschritt mit dem Bestandsdenken der “Alten”. Ich bin dagegen, gegen alles was meinen Egoismusballon angreift. Nur keine Veränderung! Was kümmert mich die Zukunft unserer Gesellschaft, sagt man nicht – sondern man handelt dementsprechend.
Ein Beispiel:

Ein junges Planerteam von Architekten, Energieberatern und Fachplanern entwickelt 2011 im Auftrag der Agora+ den ersten Familienwohnpark als Gemeinschaftszentrum und Sonnenhaus in Brandenburg. Privat und doch gemeinschaftlich wohnen, ökologisch versorgen und nachhaltig bauen. Landkreis, die Stadtplanung in Eisenhüttenstadt und der Bauherr, die EWG Eisenhüttenstadt eG, sind begeistert. Doch das Baugrundstück liegt in Mitten einer Siedlung von Doppelhäusern und Mehrfamilienhäusern einer Bauart der 90-er Jahre. Ein Baustil der dementsprechende Eigentümer verkörpert – die Dagegengesellschaft, eine Bürgerschaft im Besitz- und im Bewahrungsdenken. “Ich will es nicht, … man muss doch anders, …so nicht oder so kann ich nicht.”, erläutert diese Bürgerschaft. Ohne Blick für den wahren Ansatz der EWG ; denn die wollten die Stadt Eisenhüttenstadt mit entwickeln und für neue Familien attraktiv gestalten. Zukunft gestalten! Das Besitzdenken der jetzigen Eigentümer am Rosenhügel Eisenhüttenstadt hatte keinen Platz für zukunftsweisende Ideen. Im Gegenteil, eine in ~3 Tagen einberufene Bürgerinitiative schaffte Mehrheiten im Hauptausschuss der Stadt Eisenhüttenstadt. Das Projekt ist gestoppt.
Die vermeidlichen ”Gegner” des Projektes, aber insbesondere die Ausschussmitglieder, haben in der Verantwortung für die Entwicklung der Stadt Eisenhüttenstadt versagt.
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Autor: Mathias Tietze
